Benefizkonzert der Hochschule für Musik für Brot für die Welt in der Chistuskirche. Mit Pianist und Sänger Johannes Reinschmidt und Solomon Adonoo am Mikrofon (von links).

Konzert in der Christuskirche

Studierende musizieren für den guten Zweck

Detmold. Musik auf höchstem Niveau und gelebte Solidarität gingen in der Christuskirche eine eindrucksvolle Verbindung ein.

Rund 100 Besucher erlebten beim Benefizkonzert zugunsten des weltweit tätigen evangelischen Hilfs- und Entwicklungswerkes „Brot für die Welt“ einen abwechslungsreichen Abend mit Studierenden der Hochschule für Musik Detmold. „Was für ein Segen, dass wir die Hochschule für Musik haben“, betonte Landespfarrer Dieter Bökemeier zur Begrüßung. Gemeinsam mit Sabine Hartmann, Beauftragte für Brot für die Welt der Lippischen Landeskirche, hieß er die Gäste willkommen. Die Hochschule für Musik engagiert sich in diesem Jahr als prominente Botschafterin der Hilfsorganisation in Lippe.

Die 67. Spendenaktion von Brot für die Welt steht unter dem Motto „Kraft zum Leben schöpfen. Gemeinsam für Wasser, Ernährungssicherheit und Klimagerechtigkeit“. Im Mittelpunkt stehen Projekte in Ländern des Globalen Südens, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden. Wasserknappheit, Hunger und zunehmende Wetterextreme verschärfen dort die Lebensbedingungen vieler Menschen. Rund um das Konzert konnten sich die Gäste bei Getränken über die Arbeit von Brot für die Welt informieren.

 

Das Konzert selbst bot eine beeindruckende stilistische Bandbreite. Johannes Reinschmidt eröffnete den Abend am Klavier mit Chopins Étüde op. 25 Nr. 1 und überzeugte mit großer Vielseitigkeit. Neben klassischer Virtuosität zeigte er sich auch als Interpret populärer Musik. Mit „Bridge over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel und dem Beatles-Klassiker „Let It Be“, den er selbst sang und am Klavier begleitete, begeisterte er das Publikum. Mit Billy Joels „Root Beer Rag“ setzte er ein pianistisches Glanzlicht. Dani Gut Moradini (Oboe) und Timur Osmanov (Klavier) ließen in Sätzen aus Johann Sebastian Bachs Oboenkonzert g-Moll feine Eleganz und technische Brillanz hören. Der Gitarrist Jorge Jara beeindruckte mit Werken von Domenico Scarlatti und Manuel Maria Ponce, die er mit großer Ausdruckskraft und klanglicher Wärme gestaltete. Energiegeladen präsentierte Daniela Jiménez das Allegro aus Mozarts Klaviersonate KV 284. Ebenso brillant gelangen ihr die perlenden Läufe in Camille Saint-Saëns’ „Étude en forme de valse“. Zu den musikalischen Höhepunkten gehörte die Interpretation der Oboensonate D-Dur op. 166 von Saint-Saëns durch Oboist Alexey Savinkov und Pianistin Yivan Wang. Kantable Linien und fein abgestimmtes Zusammenspiel zeichneten ihren Vortrag aus. Timur Osmanov bewies seine pianistische Klasse mit einem Nocturne von Wilhelm Killmayer, das er spannungsvoll gestaltete, bevor er in Skrjabins Étude dis-Moll op. 8 Nr. 12 dramatische Intensität entfachte.

Den festlichen Schlusspunkt setzte das Trio für Pianoforte, Oboe und Horn op. 188 von Carl Reinecke. Lev Popov (Oboe), Solomon Adonoo (Horn) und Johannes Reinschmidt (Klavier) ließen das Werk in leuchtenden Klangfarben erstrahlen und wurden mit langanhaltendem Applaus belohnt.

Ein besonderer Dank geht an alle Spenderinnen und Spender, an diesem Abend kamen rund 1.000 Euro für die Arbeit von Brot für die Welt zusammen.

22.06.2026